Worauf es bei der Praxisfinanzierung ankommt

Von Eigenkapital bis Sicherheiten: Bei der Finanzierung einer Existenzgründung stellen sich Medizinern zahlreiche Fragen. Wir greifen die drei wichtigsten auf.

Eine eigene Praxis einzurichten und am Markt zu etablieren, erfordert nicht nur viel Know-how und Engagement. Es werden vor allem beträchtliche finanzielle Mittel gebraucht, bis der Break-even erreicht ist und die Einkünfte die Ausgaben zuverlässig übersteigen. Wer nicht gerade Millionenerbe oder Ähnliches ist, muss daher eine Finanzierung organisieren. Dafür haben sich bei den Banken gewisse Standards herausgebildet, auf deren drei zentrale Punkte im Folgenden eingegangen wird.

Eigenkapital

Im Gegensatz zu anderen in die Hunderttausende gehenden Krediten, beispielsweise für einen Immobilienerwerb, werden für Gründerdarlehen bei Ärzten in der Regel keine eigenen Mittel vorausgesetzt. Grund ist die erfahrungsgemäß verschwindend geringe Ausfallquote. Allerdings müssen die Banker von der soliden Konzeption der Existenzgründung überzeugt werden. Dazu benötigt man einen professionell aufgesetzten und durchdachten Businessplan.

Förderung

Es gibt verschiedene Förderquellen, die niederlassungswillige Mediziner anzapfen können, so dass eine gründliche Recherche vor der Existenzgründung sinnvoll ist. So bietet etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sehr günstige Finanzierungen an, inklusive tilgungsfreier Jahre. Auch wenn die Zinsen Ende März leicht angehoben wurden, lohnt es sich, ein Angebot einzuholen. Die Laufzeit der Kredite kann bis zu 20 Jahre betragen. Erwähnenswert ist auch der Gründungszuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA), bei dem die BfM als Mediziner-Unternehmensberatung zertifiziert ist.
Weitere Infos zur Förderung gibt es hier.

Sicherheiten

Es ist in der Regel nicht nötig, „Oma ihr Häuschen“ oder andere private Werte als Sicherheiten einzubringen. Die Banken verlangen standardmäßig lediglich Zugriff auf die Ansprüche gegenüber den Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen und auf die veräußerbaren Werte der Praxis – wie eine eventuell erworbene Immobilie sowie die Einrichtung inklusive Gerätschaften. Zudem sollte für den Fall des unerwarteten frühen Todes des Kreditnehmers vorgesorgt werden. Dazu eignet sich eine Risikolebensversicherung, deren Auszahlungshöhe im Gleichschritt mit der verbleibenden Kreditverpflichtung sinkt – damit fallen auch die Versicherungsbeiträge kontinuierlich.

Einen vertiefenden Einblick in die Modalitäten und Herausforderungen einer Existenzgründungs-Finanzierung geben Ihnen die BfM-Experten gerne.


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