Digitalisierung in Arztpraxen nimmt Fahrt auf

Lange verharrten sie in den Startlöchern, nun scheinen elektronische Arzt- und Patientenakten vor der Einführung zu stehen. Auch andere digitale Helfer werden von der KBV forciert.

Geht es nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), wird nicht nur die elektronische Patientenakte (ePA), sondern auch die elektronische Arztakte schon bald Standard in deutschen Arztpraxen sein. Damit soll die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen auf eine neue Stufe gehoben werden.

Weit gediehen sind etwa die Pläne für die elektronische Arztakte. Sie soll den Austausch und die Bearbeitung bzw. Erweiterung von Befunden zwischen verschiedenen Praxisverwaltungssystemen erleichtern. „Wir möchten, dass in jedem Praxisverwaltungssystem ein EKG sofort als EKG erkannt und eingelesen werden kann“, erläutert der KBV-Vizechef Stephan Hofmeister. Dazu seien technische Richtlinien in Planung, die für die Kompatibilität der Dateiformate sorgen.

Diese Standardisierung bezieht auch die ePA ein, mit der Patienten ihre Befunde – allerdings nur in Kopie ohne Bearbeitungsrechte – an andere Mediziner transferieren können. Laut Bundesgesundheitsministerium soll die ePA spätestens bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode in der Breite der Patientenschaft angekommen sein.

KBV testet Zukunftstechnologien

Neben diesen Leuchtturmprojekten treibt die KBV die Digitalisierung auch an anderer Stelle voran. So sollen ab 2019 ausgewählte Praxen, Kliniken und MVZ eine Reihe digitaler Gesundheitsanwendungen testen. Praxistauglichkeit, Anwenderfreundlichkeit und tatsächlicher Nutzen sollen so systematisch evaluiert werden. ePA und eArztakte werden also nur der Anfang sein.

Niedergelassene Ärzte, die in ihrer Praxis gern die Effizienzvorteile digitaler Technologien nutzen wollen, finden im Kooperations-Netzwerk der Berliner Beratung für Mediziner (BfM) fachkundige Unterstützung.

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